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Sturzerkennung und Fehlalarm

Was eine automatische Sturzerkennung leistet, was sie nicht kann – und warum ein Fehlalarm nichts kostet und niemanden ärgert.

5 Minuten Lesezeit · Zuletzt geprüft: 27. August 2026

Zwei Fragen kommen fast immer zusammen: „Erkennt das Gerät einen Sturz von selbst?” und gleich danach „Und was ist, wenn es grundlos Alarm schlägt?”

Was die Sturzerkennung tut

Im Gerät sitzt ein Bewegungssensor. Er wertet laufend aus, wie sich das Gerät bewegt: eine schnelle Beschleunigung nach unten, danach ein Aufprall, danach Stillstand. Passt das Muster, löst das Gerät ohne Knopfdruck aus.

Das ist der Fall, für den die Funktion gebaut wurde: Jemand stürzt, wird bewusstlos oder ist so benommen, dass er den Knopf nicht mehr findet.

Was sie nicht kann

Sie erkennt nicht jeden Sturz. Das ist keine Bescheidenheit, sondern Technik: Ein langsames Zusammensacken an der Wand entlang erzeugt kein Aufprallmuster. Ein Sturz im Sitzen auch nicht. Wer nach dem Sturz weiterrutscht, kann als „in Bewegung” gewertet werden.

Sie werden Anbieter finden, die etwas anderes behaupten. Wir tun es nicht — und der Hersteller unseres Geräts auch nicht.

Der Knopf bleibt der sichere Weg. Die Sturzerkennung ist das Netz für den Fall, dass der Knopf nicht mehr geht. Nicht umgekehrt.

Warum das Gerät „mithört” – und was das heißt

Für die Sturzerkennung wertet das Gerät dauerhaft Bewegung aus. Im Notfall kann die Zentrale außerdem den Standort bestimmen. Beides gehört zur Funktion und lässt sich nicht davon trennen.

Was nicht passiert: Es wird nicht mitgehört, solange kein Alarm läuft. Es gibt keine Aufzeichnung des Alltags und niemanden, der nachsieht, wo jemand gerade ist. Die Verbindung entsteht mit dem Alarm.

Das ist der Unterschied, auf den es in dem Gespräch mit den Eltern ankommt: Es geht nicht um Überwachung, sondern darum, dass jemand kommt. Wie man das Thema anspricht.

Der Fehlalarm

Er passiert. Das Gerät fällt vom Tisch, jemand bleibt am Band hängen, der Knopf wird beim Anziehen gedrückt.

Dann meldet sich die Notrufzentrale und fragt, ob alles in Ordnung ist. Sie sagen „Ja, Fehlalarm” — fertig. Der Vorgang wird dokumentiert, mehr passiert nicht.

Ein normaler Fehlalarm kostet nichts. Weder Gebühr noch Ärger. Das ist wichtig, weil die Sorge davor der häufigste Grund ist, warum jemand den Knopf im Zweifel nicht drückt — und genau das ist der gefährliche Fall.

Wenn niemand antwortet

Kommt kein Gespräch zustande, wird der Alarm trotzdem bearbeitet. Die Zentrale geht dann nach dem hinterlegten Plan vor: Angehörige oder Nachbarn, die einen Schlüssel haben, und wenn niemand erreichbar ist oder es ernst klingt, der Rettungsdienst.

Deshalb ist es sinnvoll, die Kontaktpersonen aktuell zu halten. Eine veraltete Telefonnummer kostet im Notfall Zeit.

Was Sie im Alltag tun müssen

Wenig: den Akku regelmäßig laden — er hält bis zu 96 Stunden und meldet sich mehrfach akustisch, bevor er leer ist. Und einmal im Monat einen Testanruf, damit das Gerät nicht zum Schmuckstück wird, dem niemand mehr traut.

Reden wir darüber

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