Fragen
Fragen und Antworten
Alles, was uns am Telefon regelmäßig gefragt wird. Fehlt etwas, rufen Sie an – dann steht es beim nächsten Mal hier.
- Kosten und Pflegekasse
- Das Gerät und wie es funktioniert
- Ablauf, Vertrag und Kündigung
Kosten und Pflegekasse
Was kostet der Hausnotruf?
Übernimmt die gesetzliche Pflegekasse die Versorgung, entsteht Ihnen kein Eigenanteil – wir rechnen direkt mit der Kasse ab, Sie bekommen keine Rechnung. Übernimmt sie nicht, kostet das System 35 € brutto im Monat. Wir sagen Ihnen vorher, was gilt, bevor etwas unterschrieben wird. So funktioniert das Gerät.
Reicht ein Pflegegrad allein?
Ein anerkannter Pflegegrad ist Voraussetzung, aber er allein genügt nicht: Die Pflegekasse prüft zusätzlich die persönliche Versorgungssituation und entscheidet im Einzelfall. Genau diese Prüfung übernehmen wir für Sie.
Muss die Person allein leben?
Nein, das ist keine Bedingung. Auch in einem Zwei- oder Mehrpersonenhaushalt ist eine Kostenübernahme möglich – etwa wenn die pflegebedürftige Person regelmäßig über wesentliche Teile des Tages allein ist oder im Notfall nicht zuverlässig selbst Hilfe rufen könnte. Die Pflegekasse entscheidet das im Einzelfall.
Welche Pflegegrade kommen in Frage?
Pflegegrad 1 bis 5. Ohne anerkannten Pflegegrad zahlt die Kasse nicht – das System lässt sich dann privat nutzen, und auf Wunsch helfen wir beim Antrag auf einen Pflegegrad. Wie das abläuft, steht in unserem Ratgeber.
Was passiert, wenn die Pflegekasse ablehnt?
Wir prüfen zuerst, ob ein Widerspruch sinnvoll ist, und begründen die Notwendigkeit gegenüber der Kasse. Führt das nicht zum Ziel, können Sie das System privat weiternutzen, für 35 € brutto im Monat. Oder Sie beenden den Vorgang – ohne Kosten.
Kommen versteckte Kosten dazu?
Nein. Innerhalb der vorgesehenen Versorgung gibt es keine Einrichtungs-, Anschluss- oder Versandkosten und keine Zusatzleistungen, die extra berechnet werden. Auch ein normaler Fehlalarm kostet nichts.
Und wenn jemand privat versichert ist?
Privatversicherte rechnen wir direkt ab. Die Rechnung können Sie anschließend bei Ihrer Versicherung zur Erstattung einreichen.
Das Gerät
Was passiert, wenn der Knopf gedrückt wird?
Der Alarm geht über Mobilfunk an die Notrufzentrale des ASB, die rund um die Uhr besetzt ist. Dort liegen Name, Adresse, Kontaktpersonen und Notfallhinweise bereit. Die Zentrale spricht über das Gerät mit der Person und entscheidet, wer kommt: Angehörige, Nachbarn oder der Rettungsdienst. Kommt kein Gespräch zustande, wird der Alarm trotzdem bearbeitet.
Muss meine Mutter dafür etwas können?
Einen Knopf drücken. Kein Menü, nichts einzustellen, keine Installation. Das Gerät kommt fertig eingerichtet und geladen an – auspacken, einschalten, einmal zur Probe anrufen. Im Alltag muss nur der Akku regelmäßig geladen werden; er hält bis zu 96 Stunden.
Funktioniert das auch außerhalb der Wohnung?
Ja, das ist der Unterschied zum klassischen Hausnotruf. Das Gerät wird am Körper getragen und funkt über das Mobilfunknetz – im Garten, beim Einkaufen, im Bus. Im Notfall kann die Zentrale den Standort ermitteln. Wie weit es trägt, hängt an der Mobilfunkabdeckung vor Ort, nicht an einer Reichweite in Metern. Was die Versorgung kostet, steht hier.
Braucht man dafür Internet?
Nein. Kein WLAN, kein Festnetzanschluss, kein Smartphone. Im Gerät steckt eine SIM-Karte, die sich automatisch in ein verfügbares deutsches Mobilfunknetz einwählt. Fällt ein Netz lokal aus, wechselt sie auf ein anderes.
Erkennt das Gerät einen Sturz von selbst?
Es hat eine automatische Sturzerkennung und löst dann ohne Knopfdruck aus. Garantieren lässt sich das nicht: Keine automatische Sturzerkennung erkennt zuverlässig jeden Sturz. Der Knopf bleibt deshalb der sichere Weg.
Was passiert bei Stromausfall oder leerem Akku?
Bei einem Stromausfall in der Wohnung läuft das Gerät über seinen Akku weiter. Wird der knapp, meldet es sich mehrfach akustisch und lässt genug Zeit zum Laden. Ist er ganz leer, funktioniert der Notruf nicht mehr, bis wieder geladen wird. Voll hält er bis zu 96 Stunden.
Wird damit jemand überwacht?
Für die Sturzerkennung wertet das Gerät laufend Bewegung aus, und im Notfall kann die Zentrale den Standort bestimmen – das gehört zur Funktion. Genutzt wird beides, um im Ernstfall Hilfe zu schicken, nicht um jemandem hinterherzuschauen. Wir verkaufen keine Überwachung, sondern die Möglichkeit, weiter das eigene Leben zu führen.
Wer sitzt eigentlich in der Notrufzentrale?
Die Notrufe laufen beim ASB auf. Wir betreiben die Zentrale nicht selbst – sie gehört zu einer Hilfsorganisation, die rund um die Uhr besetzt ist, an jedem Tag im Jahr, mit eigener Notstromversorgung. Wie der Ablauf im Notfall aussieht.
Ablauf
Wer kümmert sich um den Antrag?
Wir. Sie machen die Angaben und unterschreiben, den Rest bei der Pflegekasse erledigen wir – auch die Rückfragen und, wenn nötig, den Widerspruch. Das ist der Teil, an dem die meisten Familien hängen bleiben. Was das kostet.
Wie lange dauert es bis zum Gerät?
Wir melden uns noch am selben Tag und nehmen den Antrag mit Ihnen auf. Wie schnell die Pflegekasse entscheidet, ist von Kasse zu Kasse verschieden – rechnen Sie mit bis zu 30 Tagen bis zur Inbetriebnahme. Oft geht es deutlich schneller. Nach der Zusage kommt das Gerät per Post.
Muss jemand zum Anschließen kommen?
Nein, ein Techniker ist nicht nötig. Das Gerät kommt vorkonfiguriert und mit geladenem Akku. Einschalten, einen kurzen Testanruf machen – fertig. Bei Fragen ist der Support am Telefon.
Wer kommt im Notfall?
Die Zentrale spricht zuerst mit der Person selbst. Danach richtet sie sich nach dem vorher festgelegten Plan: Angehörige oder Nachbarn, die einen Schlüssel haben. Ist niemand erreichbar oder klingt es ernst, wird der Rettungsdienst gerufen. Einen eigenen Schlüsseldienst betreiben wir nicht – wer einen Schlüssel hat, wird vorher hinterlegt. Der Ablauf im Einzelnen.
Was passiert bei einem Fehlalarm?
Sie sagen der Zentrale kurz, dass alles in Ordnung ist. Der Vorgang wird dokumentiert, mehr nicht. Für einen normalen Fehlalarm berechnen wir nichts.
Vertrag und Kündigung
Kann ich jederzeit kündigen?
Es gibt keine Mindestvertragslaufzeit, der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Die Einzelheiten zur Kündigung stehen in den Vertragsbedingungen, die Sie mit den Unterlagen erhalten. Bei einem Abschluss online haben Sie zusätzlich das gesetzliche Widerrufsrecht.
Was passiert mit dem Gerät am Ende?
Das Gerät wird leihweise überlassen und bleibt unser Eigentum. Nach Vertragsende geht es zurück – wie das abläuft, sagen wir Ihnen rechtzeitig.
Was passiert, wenn die versicherte Person ins Heim zieht?
Dann entfällt die Grundlage für die Versorgung zu Hause. Melden Sie sich bei uns, wir kümmern uns um die Abmeldung bei der Pflegekasse und die Rückgabe des Geräts.
Ihre Frage steht nicht dabei?
Rufen Sie an. Wir antworten auch dann, wenn es am Ende kein Geschäft wird.
Mo–Fr 8–18 Uhr