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Mobiler oder klassischer Hausnotruf?

Der eine hängt an der Wohnung, der andere am Menschen. Was das im Alltag ausmacht — und wo der mobile an Grenzen stößt.

5 Minuten Lesezeit · Zuletzt geprüft: 27. August 2026

„Hausnotruf” meint zwei verschiedene Dinge, und der Unterschied entscheidet darüber, ob das Gerät im Ernstfall hilft oder in der Küche liegt.

Der klassische: eine Basisstation in der Wohnung

Ein Kasten steht neben dem Telefon und ist mit dem Festnetz oder dem Internet verbunden. Dazu ein Funksender am Handgelenk oder um den Hals. Wer den Knopf drückt, spricht über die Basisstation mit der Notrufzentrale.

Der Haken ist die Reichweite. Der Sender erreicht die Basisstation nur innerhalb der Wohnung und meist ein Stück darüber hinaus. Im Garten wird es knapp, im Keller oft nichts, auf dem Weg zum Briefkasten gar nichts. Und sprechen kann man nur, wenn man nah genug an der Station liegt — nach einem Sturz im Bad ist das häufig nicht der Fall.

Der mobile: das Gerät geht mit

Kein Kasten, keine Basisstation. Im Gerät steckt eine SIM-Karte; der Notruf läuft über das Mobilfunknetz. Gesprochen wird über das Gerät selbst, egal wo es gerade ist.

Damit gilt der Schutz auch beim Einkaufen, im Bus, im Garten und beim Spaziergang. Im Notfall kann die Zentrale den Standort bestimmen — das ist der Punkt, an dem ein mobiles Gerät einem klassischen deutlich überlegen ist: Wer unterwegs stürzt, kann oft nicht sagen, wo er ist.

Die ehrliche Gegenrechnung

Ein mobiles Gerät hat zwei Nachteile, und die sollte man kennen, bevor man sich entscheidet.

Es braucht Mobilfunkempfang. Wo kein Netz ist, funktioniert kein Notruf. Gute Geräte nutzen eine Roaming-SIM, die sich in mehrere deutsche Netze einwählen kann — das entschärft das Problem, hebt es aber nicht auf. Eine Reichweite in Metern lässt sich deshalb nicht angeben: Es hängt an der Abdeckung vor Ort, nicht am Gerät.

Es braucht Strom. Ein klassischer Hausnotruf hängt an der Steckdose und läuft jahrelang, ohne dass jemand daran denken muss. Ein mobiles Gerät wird geladen wie ein Telefon. Bei uns hält der Akku bis zu 96 Stunden, und das Gerät meldet sich mehrfach akustisch, bevor er leer ist — aber es ist eine neue Gewohnheit im Alltag.

Wofür entscheidet man sich

MerkmalKlassischMobil
Schutz in der Wohnungjaja
Schutz draußenneinja, bei Empfang
Standort im Notfallentfälltja
Anschluss nötigFestnetz oder Internetkeiner
Stromdauerhaftregelmäßig laden

Für wen der klassische reicht: Wer die Wohnung kaum noch verlässt und für den das Laden eine echte Hürde wäre.

Für wen der mobile besser ist: Alle anderen — und besonders die, die noch selbst einkaufen, spazieren gehen oder Enkel besuchen. Also genau die Menschen, bei denen es darum geht, dass sich der Alltag nicht verkleinert.

Was wir anbieten

Wir vermitteln den mobilen Hausnotruf: Notrufgerät und Handsender, Ladestation, Roaming-SIM, automatische Sturzerkennung und Ortung im Notfall. Dahinter die Notrufzentrale des ASB, rund um die Uhr besetzt.

Wie der Ablauf im Notfall aussieht, steht unter So funktioniert es. Was die Pflegekasse übernimmt, in Zahlt die Pflegekasse den Hausnotruf?.

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