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Die Wohnung sicher machen – ohne sie zum Krankenzimmer zu machen

Die häufigsten Stolperfallen und was sich an einem Nachmittag ändern lässt. Mit dem Teil, über den niemand gern spricht.

5 Minuten Lesezeit · Zuletzt geprüft: 16. August 2026

Die meisten Stürze passieren nicht auf der Treppe, sondern auf den zwei Metern zwischen Bett und Bad. Nachts, halb wach, ohne Licht.

Das Gute daran: Genau diese zwei Meter lassen sich an einem Nachmittag entschärfen. Und zwar so, dass die Wohnung danach nicht wie eine Station aussieht.

Der Weg zum Bad

Das ist der wichtigste Weg der Wohnung.

  • Licht, das von selbst angeht. Bewegungsmelder mit warmem, gedämpftem Licht am Boden. Kein Deckenlicht – das blendet und macht wach.
  • Nichts auf dem Boden. Läufer, Kabel, Zeitungsstapel, die Katzenschale. Läufer sind die häufigste Stolperfalle; entweder weg oder mit doppelseitigem Klebeband fixieren.
  • Etwas zum Festhalten. Ein Haltegriff neben Bett und WC. Es gibt Ausführungen, die eher nach Möbelstück als nach Pflegeheim aussehen.

Das Bad

  • Rutschfeste Matte in der Dusche – nicht davor, sondern darin.
  • Duschhocker. Wird oft abgelehnt und dann doch täglich benutzt.
  • Haltegriff an der Wand, nicht am Handtuchhalter. Der hält kein Gewicht.

Die Küche

Alles, was täglich gebraucht wird, gehört zwischen Hüfte und Schulter. Wer auf einen Stuhl steigt, um an den Kaffee zu kommen, tut das jeden Morgen.

Ein Wasserkocher mit Abschaltautomatik und eine Herdsicherung nehmen die größte Sorge – ohne dass jemand das Kochen aufgeben muss.

Der Teil, über den niemand gern spricht

Das Schwierige an dieser Liste ist nicht die Liste. Es ist das Gespräch.

„Wir machen das Bad sicherer” klingt für viele wie „du wirst alt und gebrechlich”. Deshalb ein Rat, der öfter hilft als jeder Haltegriff: Reden Sie über das Ziel, nicht über das Risiko. Nicht „damit du nicht stürzt”, sondern „damit du hier wohnen bleiben kannst”. Der Unterschied ist nicht kosmetisch – der zweite Satz beschreibt, was die Person selbst will.

Dasselbe gilt für den Hausnotruf. Er ist keine Überwachung und kein Eingeständnis. Er ist das Gegenteil: die Bedingung dafür, weiter allein zu wohnen.

Was die Pflegekasse dazuzahlt

Für Umbauten, die das Wohnen zu Hause erleichtern, gibt es einen Zuschuss zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen – Haltegriffe, ebenerdige Dusche, Türverbreiterung. Voraussetzung ist ein anerkannter Pflegegrad.

TODO(Lasse): aktuelle Höhe des Zuschusses mit Stand belegen

Für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch – Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel – gibt es zusätzlich einen monatlichen Betrag, der verfällt, wenn er nicht genutzt wird. TODO(Lasse): Betrag mit Stand

Beides beantragen wir auf Wunsch zusammen mit dem Hausnotruf. Es sind dieselben Angaben.

Reden wir darüber

Ein Anruf, zehn Minuten, keine Verpflichtung. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob die Pflegekasse in Ihrem Fall zahlt.

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